Ein Überblick über Warn-Apps:

die App NINA und die App KATWARN in Bremen

Was brauche ich in Bremen wirklich?

Bei Sturm, Großbrand oder anderen Gefahren wollen viele Menschen schnell gewarnt werden. Dafür gibt es kostenlose Warn-Apps fürs Handy. Die bekanntesten heißen NINA und KATWARN. Doch welche App ist für Bremen die richtige? Hier die wichtigsten Antworten, kurz und verständlich erklärt.

 

Was ist NINA?

NINA steht für Notfall-Informations- und Nachrichten-App. Herausgeber ist die Bundesbehörde BBK, das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

 

NINA warnt vor:

Großbränden, Unwetter und Hochwasser,Gefahrstoffen in der Luft,
seit Juli 2025 auch vor besonderen Polizei-Lagen, etwa Bombendrohungen oder gefährlichen, gesuchten Personen.

 

NINA ist überall in Deutschland nutzbar. Ein ausführlicher Ratgeber mit Verhaltenstipps – etwa für einen Stromausfall – gehört ebenfalls dazu.

 

Was ist KATWARN?

KATWARN wurde vom Fraunhofer-Institut FOKUS entwickelt, im Auftrag der öffentlichen Versicherer. Die App funktioniert nach demselben Prinzip wie NINA: Warnungen für den eigenen Standort oder ausgewählte Orte.

 

Wo funktioniert KATWARN?

Der entscheidende Unterschied zu NINA: KATWARN ist nicht überall verfügbar, sondern nur dort, wo die örtlichen Behörden technisch daran angeschlossen sind. Bundesweit zählen dazu zum Beispiel Berlin, Hamburg, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

 

Und wie sieht es in Bremen aus?

Für Bremen ist die Antwort klar:

KATWARN bringt hier keinen zusätzlichen Nutzen.

Die Bremer Polizei erklärt es selbst so: Die bremischen Behörden sind ausschließlich an das sogenannte MoWaS-System angeschlossen, die technische Grundlage von NINA. An KATWARN sind sie nicht separat angebunden. Wer in Bremen KATWARN installiert, bekommt also keine eigenen, lokal ausgelösten Warnungen der Bremer Feuerwehr oder Polizei über diese App.

 

Was sollten Bremerinnen und Bremer

also nutzen?

Empfehlung: die App NINA installieren.

Sie ist die Warn-App, über die in Bremen tatsächlich alle amtlichen Warnungen ankommen.

Wichtig dabei:

In der App lassen sich Orte oder Postleitzahlbereiche abonnieren, für die man gewarnt werden möchte. Ohne diese Einstellung erhält man keine Warnung.
Optional kann man sich auch für den eigenen, aktuellen Standort warnen lassen.

 

Weitere Warnwege in Bremen

Sich allein auf eine App zu verlassen, ist nicht ratsam – vor allem, wenn das Mobilfunknetz gestört ist. Bremen setzt deshalb auf einen

 

Warnmittel-Mix:

Warn-App NINA
Cell Broadcast: Warnmeldungen erreichen automatisch jedes ausreichend aktuelle Smartphone in der betroffenen Funkzelle – ganz ohne App-Installation.
Lautsprecherdurchsagen von Einsatzkräften
Digitale Infotafeln an Bushaltestellen
Sirenen: Bremen baut sein Sirenennetz derzeit wieder auf. An jedem ersten Samstag im Monat gibt es einen Probealarm.

 

Kurz zusammengefasst

NINA: bundesweite Warn-App des Bundes, in Bremen die zentrale und zuverlässige Warnquelle.
KATWARN: nur in bestimmten Regionen wirklich nützlich – Bremen gehört aktuell nicht dazu.
Für Bremen gilt: NINA installieren, Standort bzw. Postleitzahl einstellen, und zusätzlich auf Cell Broadcast und Sirenen als weitere Warnwege verlassen.

 

Quellen:

Polizei Bremen, Feuerwehr Bremen, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Fraunhofer FOKUS.